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Lebensmittel zu billig?

Von SaarBreaker am Dienstag, 31. Juli 2007 - 23:22

Die Kuh Herta
[ Originalbild-Quelle: Pixelio.de ]

Nach der Preistreiberei bei Milchprodukten fordert nun auch der Deutsche Bauernverband höhere Preise für Fleisch.

Bauernpräsident Gerd Sonnleitner:

.. wies darauf hin, dass Nahrungsmittel in den vergangenen Jahrzehnten im Verhältnis zu den Löhnen immer billiger geworden seien. “Im Durchschnitt gibt eine deutsche Familie heute nur noch zwölf Prozent ihres Einkommens für Ernährung aus. Nach dem Krieg waren es über 50 Prozent”, sagte er. Neben den Milchbauern müssten auch die Erzeuger von Rind- und Schweinefleisch mehr für ihre Ware bekommen, um kostendeckend produzieren zu können und wettbewerbsfähig zu bleiben.
Quelle: Focus

Dass Herr Sonnleitner hier wohl völlig den Überblick verloren hat ist eine mögliche Erklärung, eine andere ist, dass der Mann ganz einfach nicht rechnen kann. Wo bitteschön sind in den vergangenen Jahrzehnten die Löhne gestiegen? Richtig ist, dass die Löhne seit Jahrzehnten fallen, die Armut in Deutschland stark zunimmt und das gesunde Ernährung im Bevölkerungsdurchschnitt abnimmt. An die Berichte in den Medien, wonach freie Tafeln den Zulauf kaum bewältigen können, kann ich mich noch gut erinnern.

12 Prozent vom Einkommen für Ernährung

Wenn dem so sein sollte, dann bitte ich um eine kräftige Lohnerhöhung! Denn für eine Familie braucht man so über den Daumen gerechnet 450 Euro im Monat und ich muss wohl nicht betonen, dass diese Familie schon sehr genau auf die Preise achten muss. Dann rechnen wir mal, Herr Sonnleitner: 12 Prozent gibt die Familie für Ernährung aus, wie hoch muss dann das Einkommen sein? Das Netto Einkommen der Familie muss demnach genau 3.750 Euro betragen. Da fehlen bei mir wie auch sicherlich bei ein paar Millionen Bürgern ca. 2.000 Euro im Monat!

Nach dem Krieg waren es über 50 Prozent

Was für ein Schmarren! Nach dem Krieg waren die Löhne auf dem niedrigsten Niveau und nur ein sehr begrenztes Warenangebot vorhanden. Dieser Vergleich ist absolut Niveaulos und zeugt zudem von ihrer Unverfrorenheit, denn es geht ihnen nur um eine Preiserhöhung und da scheint ihnen jedes Mittel recht zu sein.

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» Kategorien: Abzocke, Deutschland, Lebensmittel, Wirtschaft
» Kommentare: 1 Kommentar | Kommentar schreiben | Top

1 Kommentar zu “Lebensmittel zu billig?”
  1. 1 Von Kartellamt durchsucht Büros der Milchindustrie : SaarBreaker
    am Mittwoch, 15. August 2007 22:30

    [...] Lebensmittel zu billig? [...]

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