Europas größter Möbelhersteller ist pleite
Europas größter Möbelhersteller “Schieder” und Ikea-Lieferant stellt am Freitag nach einem Bilanzskandal Antrag auf Insolvenz. Zuvor waren Gespräche mit Banken und Investoren über die weitere Finanzierung gescheitert.

Schieder hat europaweit rund 11.000 Beschäftige, davon rund 1.400 in Deutschland. Laut IG Metall soll nun in Gesprächen mit dem noch zu berufenden Insolvenzverwalter geklärt werden, ob es eine Zukunft für Unternehmensteile gäbe oder nicht. In Deutschland sind laut IG Metall 1.300 Stellen in allergrößter Gefahr.
Der Möbelriese ist durch Bilanzmanipulationen überschuldet. Laut Interium-Geschäftsführer Ulrich Wlecke lasten 350 Mio. Euro Verbindlichkeiten auf dem Unternehmen.
Vier ehemalige Schieder-Spitzenmanager wurden Anfang Juni verhaftet. Ihnen wird vorgeworfen, dass sie über mehrere Jahre hinweg die Bücher gefälscht haben sollen um somit die Schieflage des Unternehmens zu vertuschen. Dadurch habe man Kredite und Genussscheine über rund 283 Mio. Euro erschlichen.
Spitzenmanager
Was geht eigentlich in deren Köpfen vor? Geht es in der Wirtschaft nur noch um Geld und Macht? Wo bleibt die Verantwortung für den Mitarbeiter?
Bildquelle: ap
Ähnliche Beiträge
- Nokia: Imageschaden durch Werkschließung
- So funktioniert das mit dem "Geld"
- Telekom: Wieder ein Skandal mehr
- Verzehr von Gentech-Mais verringert Fruchtbarkeit
- Finanzkrise: Trotz Pleite kassieren Banker 400 Millionen Bonus
» Geschrieben von SaarBreaker (1258) am Samstag, 16. Juni 2007 - 14:56
» Gelesen: 443 · heute: 2 · zuletzt: 19. November 2008
» Kategorien: Wirtschaft
» Kommentare: Keine Kommentare | Kommentar schreiben | Top
» Trackback: Trackback-URL für diesen Beitrag














