Es muss was geschehen

Von Arno Hirsch 

Vorwort
Ich habe mir mit diesem Artikel mehr Arbeit aufgehalst als mir eigentlich lieb war. In den paar Zeilen alles das, von dem ich sprechen wollte, verständlich unterzubringen, ist ganz und gar unmöglich. Darum habe ich mich vielfach den Worten und Gedanken von anderen bedient, manchmal auch ohne die Quellen zu nennen. Ich hoffe, man verübelt mir das nicht, aber gibt es eine Wahrheit, die Besitz sein kann? Meine Gedanken jedenfalls kennen kein Copyright.

Ein Satz, der mich immer weiter treibt und den ich schon von vielen anderen gehört habe, ist der Kern, der Grund, warum ich das schreibe. "Gibt es da sonst gar nichts? War das schon alles?". Kann man sich mit der Gegenwart so wie sie ist zufrieden geben? Werden nicht so viele Freuden so teuer erkauft, müssen andere nicht großes Leid ertragen, damit die einen ohne Sorgen sind? Die Vorstellung in meinem Kopf zeigt mir ein inakzeptables Bild der Verhältnisse und wie es besser sein könnte, das ich hier zu Papier bringen wollte. Vielleicht trägt jeder so ein Bild in sich.

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Borneo: 30 Jahre Regierung Taib hat “alles zerstört”

Pressemitteilung von Survival International

Unter der Regierung Taib haben die Penan unzählige Blockaden gegen die Zerstörung ihres Waldes organisiert.
© Andy Rain/Nick Rain/Survival

Indigene aus Sarawak, dem malaysischen Teil Borneos, sagen, dass die 30 Jahre andauernde Herrschaft des Ministerpräsidenten Taib Mahmud ihr Land „geschändet“, ihren Regenwald zerstört und „Elend und Leiden“ mit sich gebracht hat.

Diesen Samstag, den 26. März, feiert Taib Mahmud seinen dreißigsten Jahrestag als Oberhaupt des Regenwaldstaates. Taib Mahmud ist somit der am längsten amtierende Ministerpräsident Malaysias. Er sieht sich jedoch weitreichenden und hartnäckigen Korruptionsvorwürfen gegenüber.

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Zehn Gründe gegen eine Intervention des Westens in Libyen

Von Andrew Murray, dem Vorsitzenden des britischen Friedensbündnisses Stop the War Coalition,
Übersetzt von Wolfgang Jung

Die politische Kampagne, mit der ein militärisches Eingreifen in Libyen gerechtfertigt werden soll – angeblich aus humanitären, in Wirklichkeit aber aus geopolitischen Gründen – gewinnt unter den NATO-Mächten an Zustimmung. Jetzt hat auch die Arabische Liga – die größtenteils aus aufgeschreckten Despoten besteht, die Einrichtung einer "Flugverbotszone" gefordert, um dem US-Militär ein direktes Eingreifen in der Region zu ermöglichen. Das wäre der Beginn einer Rutschpartie auf einem sehr schlüpfrigen Abhang.

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DIE PILLE UND MEHR

DIE PILLE UND MEHR
KurzTexte von Ines Fritz

FÜNFZEHNTE FLASCHENPOST AN DIE NACHGEBORENEN

Die folgenden drei Kurztexte von Ines Fritz aus/in Madgeburg/Elbe, einer im Selbstverständnis streitbaren linken Autorin anarcha-feministischer Richtung, erinnern in dichter Beschreibung in doppelter Weise an öffentlich Verdrängtes sowohl aus den späten DDR-Jahren und ihre Folgen als auch an Segmente der versteckten Gesellschaft im Sinne des norwegischen Soziologen Vilhelm Aubert („The Hidden Society“ [1965]).

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Zwischenwelten und Übergangszeiten

Zwischenwelten und Übergangszeiten
Eric Hobsbawms letztes Buch

Von Richard Albrecht
Vierzehnte Flaschenpost

Primitive Rebels. Studies in archaic forms of social movement in the 19th and 20th centuries erschien zuerst 1959 und sodann, von Barry Hyams eingedeutscht, 1962 in der Luchterhandreihe als Soziologischer Text 14: Sozialrebellen. Diese Studien zu archaischen Sozialbewegungen und vor allem Hobsbawms Darstellung des vorsozialistisch-linksstehenden Sozialbanditen[1] als Typus waren für mich, wie vorher die soziologischen Bestseller von David Riesman The Lonely Crowd (1950, dt. 1956) und von Vance Packard The Hidden Persuaders (1957, dt. 1958) und nachher die Bücher von Eric Hoffer, The True Believer. Thoughts on the Nature of Mass Movements (1951, dt. 1965 udT. Der Fanatiker. Eine Pathologie des Parteigängers; erweiterte Neuausgabe 1999) und von Daniel J. Boorstin, The Image. A Guide to Pseudo-events in America (1961, dt. 1964 udT. Das Image oder Was wurde aus dem amerikanischen Traum?), die kritisch-anregenden Texte, wegen derer ich nicht, wie zunächst geplant, in Kiel (Meeres-) Biologie und Kunst(-pädagogik) aufs Lehramt, sondern Soziologie/Politikwissenschaft und Anglistik/Amerikanistik aufs Ungewisse zu studieren begann.

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Ein schmutziges Wort

Von Uri Avnery,
Übersetzt von Ellen Rohlfs

Donnerstagabend war für mich ein Tag voller Aufregungen. Zuerst hörte ich die bluttriefende Rede von Muammar Gaddafi, in der er versprach, innerhalb weniger Stunden Benghasi zu besetzen und ein Blutbad unter den Rebellen anzurichten.

Ich war äußerst besorgt und auf die internationale Gemeinschaft sehr wütend, besonders mit den USA, die Tage und wochenlang kostbare Zeit mit leeren Phrasen vergeudeten, während der Diktator Libyen Stück um Stück zurückeroberte.

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Gates drängt die NATO, Afghanistan nicht "vorzeitig" zu verlassen

Von Kevin Baron, STARS AND STRIPES,
Übersetzt von Wolfgang Jung

BRÜSSEL, Belgien – In einem eindringlich formulierten Appell an die 48 Staaten, die im Krieg in Afghanistan Bodentruppen stellen, warnte Verteidigungsminister Robert Gates vor einem Abrücken von der Vereinbarung, den Kampf bis 2014 fortzusetzen.

"Ich sage Ihnen ganz offen, es wird zu viel über den Abzug und zu wenige über einen erfolgreichen Abschluss unserer Mission gesprochen," sagte Gates am Freitag im NATO-Hauptquartier und wandte sich damit speziell an die "Hauptstädte" in Europa.

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„Regenwald-Ernte“: Seit 100 Jahren zerstörerisch

Pressemitteilung von Survival International

30.000 Amazonas-Indigene wurden während des Kautschukbooms in nur 12 Jahren versklavt, gefoltert, vergewaltigt und dem Hungertod überlassen. Heute jährt sich zum hundertsten Mal die Veröffentlichung des Untersuchungsberichts des Iren Roger Casement, der diese Gräueltaten aufdeckte. Gleichzeitig geht die Ausbeutung des Regenwaldes noch heute weiter und riskiert erneut das Überleben indigener Völker.

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Indien: Vedantas kontroverser Tagebau wieder vor Gericht

Pressemitteilung von Survival International

Indiens Höchstes Gericht befasst sich erneut mit der Bauxit-Mine des börsennotierten Bergbaugiganten Vedanta Resources im ostindischen Bundesstaat Orissa.

Der Tagebau wurde im August letzten Jahres gestoppt, nachdem unabhängige Experten angemahnt hatten, dass die Mine die indigenen Dongria Kondh in der Region „zerstören“ würde.

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Alles abschalten – sofort!

Die Lage in Japan ist dramatisch. Der (Super) Gau in den Atomkraftwerken kann allenfalls durch Kühlung noch hinausgezögert, aber vermutlich nicht mehr verhindert werden. Der großen Zerstörung und Verwüstung durch den Tsunami droht nun auch noch eine radioaktive Kontamination weiter Landstriche, die dadurch unbewohnbar werden könnten.

Wir hoffen und wünschen den Japanern, das die Techniker in dem Kernkraftwerk Fukushima die Lage soweit unter Kontrolle bringen, dass es nicht zu einer Explosion eines Reaktors kommt. Denn das wäre nicht nur für Japan eine Katastrophe ungeahnten Ausmaßes, sondern für uns alle.

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