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Platter musste einen Fingerabdruck abgeben

Geschrieben am Freitag, 16. Mai 2008 um 22:28

Nachdem sich der Chaos Computer Club bereits einen Fingerabdruck vom Innenminister Wolf*an* Schäuble besorgt und veröffentlicht hat, gibt es nun auch einen vom österreichischen Innenminister Günther Platter (ÖVP).

Die Grünen haben sich den Fingerabdruck von Innenminister Günther Platter [ÖVP] besorgt und zum Download ins Internet gestellt. Sicherheitssprecher Peter Pilz und die Wiener Landtagsabgeordnete Marie Ringler wollen damit auf die Gefahren der biometrischen Sicherungstechnologien aufmerksam machen.

Quelle

Weil es in Österreich immerhin 10 gefälschte Pässe gab, will Platter ab 2009 die Zwangskriminalisierung der Österreicher einführen.

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Attacke auf öffentlich-rechtliche Internet-Archive

Geschrieben am Freitag, 16. Mai 2008 um 18:59

Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft. Wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit.

In der ganzen Welt ärgern sich Machthaber in Diktaturen darüber, dass es im Internet für jedermann frei zugänglich Informationen gibt. Besonders gefährlich sind die Archive, denn wenn von Machthabern eine Version des Zeitgeschehens einmal als wahr veröffentlicht wurde, kann die Geschichtsschreibung von Diktaturen später nur unter erheblichen Glaubwürdigkeitsverlusten korrigiert werden.

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WUT: ZDF erklärt die Jugendgewalt

Geschrieben am Freitag, 16. Mai 2008 um 18:31

Was wäre ich nur ohne die Aufklärungsarbeit des BRD-Staatsfernsehens “ZDF” und seinen Nachrichtungen unter heute.de? Dieses “Qualitätsmedium” erklärt mir nämlich heute.de, woher die ganze Jugendgewalt kommt, nämlich von den pösen Metzelspielchen:

Brutale PC-Spiele sind nach Einschätzung von Experten das größte Risiko für Jugendkriminalität. Das ergaben wissenschaftliche Untersuchungen. Gründe für Gewalt seien zwar vielfältig, aber der stärkste Risikofaktor sei der Konsum von Mediengewalt.

Etwas unklar in diesem aufklärerischen Artikel bleibt zwar, wer diese Experten bezahlt hat, damit sie solche starken Risikofaktoren wie die zunehmende institutionelle Entelterung der Kinder; die persönliche Aussichtslosigkeit auch noch des jüngsten und hilflosesten Menschen in der BRD; den Verlust jeglicher familiärer Bande und jedes fühlbaren Begriffes von Heimat unter den Bedingungen eines gesellschaftlichen Prozesses, der jeden Menschen nur noch nach seiner Verwertbarkeit und Verwurstbarkeit im betrieblichen Produktionsprozess bewertet oder schlicht die gesellschaftlich und p’litisch allgemein und jeden Tag ein bisschen mehr als Weg zur Konfliktlösung akzeptierte und propagierte Gewalt übersehen. Dafür wird aber um so klarer, was unter dem Begriff der “Mediengewalt” zu verstehen sei, dieser bezieht sich keineswegs auf die mit hypnotischen Psychogeklimper unterlegten seelischen Zerfleischungen, die vom Vorabendprogramm des öffentlich-schlechtlichen Fern-Sähens im alltäglichen Dutzendpack in jeden Haushalt getragen werden sollen, sondern natürlich vor allem auf das genussvolle Abmetzeln irgendwelcher Pixelmonster:

Dabei habe sich gezeigt, dass PC-Spiele die bedeutsamste Ursache für Delikte wie Prügeln, Vandalismus, Mobbing oder Automatenaufbrüche seien - noch vor gewalthaltigen Fernsehsendungen und Horrorfilmen.

Etwas anderes hätte ich auch nicht erwartet. Jedenfalls nicht bei einer Meldung, die ausgerechnet von einem Fernsehsender verbreitet wird.

Immerhin, es gibt auch einen Eindruck von Fakten, Fakten und nochmal Fakten — ach, das war ja der Claim dieser Bildzeitung für Besserverdienende, die man als “Focus” kaufen kann, auf das auch ja der Blick richtig gebündelt werde. Na, Spaß beiseite, hier kommen die blutigen Details:

Demnach stehen Gewaltspiele auf Platz zwei der Risikofaktoren für Kriminalität […]

Übrigens sterben die meisten Menschen im Bett. Die Benutzung eines Bettes steht also an erster Stelle für die Risikofaktoren, die zum Tode führen. Zu solchen Schlüssen kommt man leicht, wenn man vorher weiß, was herauskommen soll. Denn was Ursachen sind, was Wirkungen sind und was der Ausfluss komplexerer gesellschaftlicher Zusammenhänge, das geht beim gewaltsamen Spiel mit Zahlen schon einmal unter. Klar, dass auch eine konkretere Aussage nicht fehlen darf:

Bei einer Langzeituntersuchung mit Fragebögen unter 200 Schülern stellten Forscher der Universität Potsdam laut “Geo Wissen” zudem fest, dass ohnehin aggressive Kinder nach der Beschäftigung mit Gewaltspielen noch gewalttätiger werden.

Übrigens könnte man auch feststellen, dass Alkoholiker durch den regelmäßigen Konsum von alkoholischen Getränken noch abhängiger werden. Oder dass sich Ernährungsstörungen durch regelmäßiges Absolvieren von Diäten noch verschlimemrn. Und auch in solchen Zusammenhängen könnte man Schreckliches wie das Folgende sagen:

“Das ist eine Abwärtsspirale”, sagte die Potsdamer Psychologin Ingrid Möller dem Magazin.

Aber es geht hier ja nicht um die gesellschaftlich akzeptierte und geförderte Droge Alkohol oder um den gesellschaftlich akzeptierten und geförderten Wahn des verhungert aussehenden Körperkultes, sondern um die schnelle Ursachenforschung für kaum zu übersehende gesellschaftliche Probleme, die immer wieder einmal zu spektakulären Folgen mit übrigens großem und sensationsgeilem Medieninteresse führen. Und es soll auch nicht um individuelle Psychologie gehen, sondern um ein weltweit einmaliges Verbot gewisser recht dummer Computeranwendungen, das frisch zum Gesetz geworden jetzt vom BRD-Staatsfernsehen erklärt und gerechtfertigt werden muss. Kann sich noch jeder Leser hier daran erinnern, wie damals von allen Medien unter Beteiligung gezielter staatlicher Zensur und Fehlinformation der Emsdettener Mordlauf von Sebastian zu einem Produkt der Beschäftigung mit gewissen Computerspielen umgedeutet werden sollte, während die im Abschiedsbrief dieses fatal gescheiterten Menschen gut dokumentierten gesellschaftlichen Ursachen aus dem Internet entfernt werden sollten?

Vieles hat sich seitdem nicht verändert. Mal schauen, wann die nächste Sensationsmeldung gebracht werden kann — vermutlich wieder von einer Schule, dem Ort, wo dem erwachenden Individuum die gesamte Wucht der gesellschaftlichen Gewalt entgegen gebracht wird. Es wird bei solcher systematischer Verdrängung gesellschaftlicher Missstände nicht so schnell die letzte Schule geben, die von verzweifelter Mordswut eines Verlierers betroffen wäre.

Aber zum Ende hin wird diese Meldung noch richtig lustig (die Hervorhebung ist von mir):

Das Gesetz stellt zudem klar, dass Spiele, in denen Gewalthandlungen wie Mord- und Metzelszenen zu sehen sind oder in denen Selbstjustiz als einziges Mittel zur Durchsetzung von Gerechtigkeit dargestellt wird, von der Bundesprüfstelle in die Liste jugendgefährdender Medien aufgenommen werden sollen.

Wenn ich noch einmal ein ordentliches Metzelspiel programmiere, werde ich ein besonderes Augenmerk darauf legen, dass die Selbstjustiz nicht das einzige Mittel zur Durchsetzung dessen ist, was im Kontext der Spielhandlung als “Gerechtigkeit” empfunden werden muss. Stattdessen werde ich vor jeder Mordoption einen Button sichtbar machen, mit dessen Hilfe man das Opfer auch bei der heiligen Inquisition oder beim nächsten, privatisierten Scharfrichter verpetzen kann, damit diese sich mit heiliger, monopolisierter Gewalt um die “Gerechtigkeit” kümmere. :mrgreen:

Denn wir sind schließlich alle Papst, oder? Und wie man Propaganda macht, das wissen wir doch auch, nicht wahr? Dafür muss man noch nicht einmal so ganz genau wissen, wovon man spricht.

(Quelle: WUT)

Das Staatsfernsehen ist ja bekannt für Volksverdummung, Parteienpropaganda und das Verbreiten von verdrehten Tatsachen. Die größere Gefahr geht nicht von den bösen Computerspielen aus, sondern vielmehr von Staatssendern, die sehr genau zeigen, wie jemand ermordet wird oder in seiner Blutlache liegt. Sie sind auch sonst nicht gerade zimperlich wenn’s um Details geht, so habe ich schon die eine oder andere verkohlte Leiche, Vergewaltigung, Kindesentführung, Messerstecherei, Selbstmord, Überfall mit Geiselnahme usw. gesehen. Den Mist habe ich mir nicht ausgesucht, er wurde mir ohne zu fragen ins Haus geliefert. Computerspiele hingegen suche ich mir selbst aus und ich kaufe sie mir nicht so oft, wie Gewaltsendungen im Staatsfernsehen ausgestrahlt werden.

Es gibt im übrigen Studien, die genau das Gegenteil herausgefunden haben. Das aber hat der Staatssender nicht übersehen sondern einfach weggelassen!

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Demonstranten sind Terroristen

Geschrieben am Donnerstag, 15. Mai 2008 um 22:42

Genau das und nichts anderes zeigt der folgende Heise-Artikel:

Im Zuge der anlaufenden Berichterstattung um den morgen erscheinenden Extremismus-Bericht des Bundesamtes für Verfassungsschutz wird die Rolle der Linkspartei als eine von Extremisten und kommunistischen Altkadern unterwanderte Organisation diskutiert. Eine solche Einschätzung scheint das Bundeskriminalamt (BKA) zu teilen, das zur Vorbereitung des G8-Gipfels in Japan die japanische Polizei über die Rolle der Linkspartei/PDS und der WASG als Mobilisierer gegen den Gipfel informierte.

Die mittlerweile fusionierten Parteien wurden vom BKA zusammen mit dem nicht extremistischen globalisierungskritischen Attac-Netzwerk als Gruppierungen genannt, die gegen G8-Gipfelveranstaltungen protestieren. Dies ergibt sich aus der Antwort auf eine schriftliche Anfrage der PDS-Abgeordneten Ulla Jelpke, die nach einer Kleinen Anfrage (PDF-Datei) zum Datenaustausch zwischen BKA und japanischer Polizei wissen wollte, über welche Gruppen Material nach Japan geschickt wurde.

Das System duldet keine kritischen Äußerungen gegenüber der Globalisierung, zu deren Gewinner nur wenige gehören. Die Verlierer sind wir, die wenn es nach den Befürwortern geht, den Mund zu halten haben, wenn wir sie bei ihren korrupten Geschäften ertappen.

Wer geglaubt hat, dass sich der „Krieg gegen den Terror“ gegen durchgeknallte amoklaufende Islammisten, die sich mit Flugzeugen in Hochhäuser stürzen, richtet, der müsset doch jetzt endlich einmal aufwachen. Der „Krieg gegen den Terror“ wie sie es nennen, richtet sich ausschließlich gegen das Volk. Es sind nicht die Terroristen, denen ein

  • ePass aufgezwungen,
  • Fingerabdrücke gespeichert,
  • von Videoüberwachung erfasst,
  • persönliche und intime Daten gespeichert und
  • in alle möglichen Länder ausgetauscht,
  • Online bespitzelt wird und die
  • Vorratsdatenspeicherung greift sowie
  • Telefone abgehört werden dürfen.

Das alles wird dem Volk aufgezwungen und wie es so schön heißt, geht es nur um den „Krieg gegen den Terror“ – ein Krieg gegen das Volk, denn wir sind in deren Köpfen die Terroristen!

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Hackerangriffe

Geschrieben am Donnerstag, 15. Mai 2008 um 21:37

Gestern wurde hier wieder einmal u.a. auch durch Sql-Injectionen versucht, in die Datenbank zu kommen. Insgesamt habe ich 3.566 Einzelversuche im Logfile ausmachen können. Der Angriff wurde von diesem Server (IP: 83.113.37.70) ausgeführt. Ich habe dem Provider vorhin zwar eine E-Mail geschrieben, glaube aber nicht, dass es etwas bringt.

Nachdem hier jeder Fehler, misslungener Anmeldeversuch und noch ein paar andere Ungereimtheiten eine Meldung produziert, die ich per E-Mail erhalte, wurde nach 500 Meldungen das Postfach wegen Spamverdacht dicht gemacht. Klar, das Script arbeitet nicht gerade geistreich, aber es hilft ungemein dabei, wenn man herausfinden will, wer oder was diesen Fehler auslöste.

sqlinjects_hits_83-113-37-70Die Angriffe hatten aber auch einen positiven Effekt, so weiß ich jetzt wenigstens, dass die Schutzmaßnahmen greifen und der durchgeknallte Heini es nicht bis in die DB geschafft hat. Trügerische Sicherheit nennen das die ITler - ich weiß!

An den Hits kann man es übrigens auch sehr gut erkennen, was gestern hier abging.

Das Postfach ist nun wieder offen, Mitteilungen kommen also wieder an und Kommentare können auch wieder geschrieben werden. Wozu ihr natürlich herzlich eingeladen seid.

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Kommentare und Mitteilungen zz. gesperrt

Geschrieben am Mittwoch, 14. Mai 2008 um 23:33

Heute wurden hier etliche Hack-Versuche, genau genommen wurden aus den Angriffen 500 Mitteilungen generiert, danach wurde der Mail-Account dicht gemacht, unternommen. Gut möglich, dass es wesentlich mehr Versuche gab. Genaueres werde ich erst morgen Abend, wenn ich mir das Log anschaue, erfahren.

Es tut mir leid, aber bis morgen Abend bleibt der Mail-Account aus Sicherheitsgründen gesperrt. Das heißt, bis dahin sind keine Mitteilungen möglich und Kommentare müssen von mir manuell freigegeben werden.

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Klimawandel: Forscher wetten um Erderwärmung

Geschrieben am Mittwoch, 14. Mai 2008 um 20:44

Etwas mehr Ernsthaftigkeit hätte ich den Forschern schon zugetraut:

Mit steigenden Temperaturen soll Schluss sein - zumindest in den kommenden zehn Jahren. Diese von Kieler und Hamburger Forschern aufgestellte Hypothese ziehen Potsdamer Wissenschaftler jetzt in Zweifel: Sie wetten 5000 Euro darauf, dass die Erderwärmung keine Pause macht.

Quelle: Spiegel Online

Was soll das werden? Eine neue Gameshow, so nach dem Motto „Forscher suchen das Super Klimahorrorszenario? Forscher wetten um Naturkatastrophen die Millionen von Menschenleben kosten könnten – geht’s noch?

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Vollbeschäftigung durch Zwangsarbeit

Geschrieben am Mittwoch, 14. Mai 2008 um 20:10

Das hat sich der Glos aber wirklich fein ausgedacht, Vollbeschäftigung durch Zwangsarbeit:

Das Modell des Wirtschaftsministeriums sieht vor, dass Empfänger von staatlichen Lohnersatzleistungen, vor allem Arbeitslosengeld II, als Gegenleistung zu einer Arbeit für die Gemeinschaft verpflichtet werden. Sonst riskieren sie eine Kürzung oder Streichung dieser Leistung. Dadurch sollen mehr Anreize zur Aufnahme einer Vollzeitarbeit geschaffen werden: Kein erwerbsloser Arbeitsloser soll Zeit haben, schwarz zu arbeiten oder einfach zu Hause zu bleiben.

Da ist es dem Glos schon lieber, dass ältere Arbeitslose wieder für 6,50 Euro Stundenlohn bei einer der vielen Zeitarbeitsfirmen anfangen, damit die Wirtschaft zu ihrem versprochenen Aufschwung kommt. Denn dann, das weiß auch der Glos, gibt es wieder richtig Kohle im Steuertopf. Das Geld wird ja auch dringend für neue Überwachungsmaßnahmen und zur Unterstützung der Kriegstreibenten USA benötigt.

Ein Nebeneffekt, der dabei wohl eine große Rolle spielt, ist, dass die Zwangsarbeit für die Gemeinschaft den Staatshaushalt zusätzlich entlastet. So kann ich mir gut vorstellen, dass zum Beispiel die Stadtreinigung künftig Mitarbeiter entlassen kann, weil es genügend Zwangsarbeiter gibt, die deren Arbeit machen.

Der bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein unterstützt dagegen seinen Parteifreund Glos. “Das Konzept Grundsicherung gegen Arbeit kann dazu beitragen, Langzeitarbeitslosen wieder eine Perspektive zu schaffen”, sagte der CSU-Politiker in München. “Wir dürfen nicht tatenlos zusehen, wie eine große Anzahl von Menschen dauerhaft am Tropf des Sozialsystems hängen, obwohl sie Perspektive für Arbeit hätten.”

Welche Perspektive der Beckstein da meint, ist mir echt schleierhaft. Ältere Arbeitnehmer haben am Arbeitsmarkt kaum eine Chance! Aber darum geht es dem Beckstein ja auch nicht, er braucht stimmen und durch schönreden kann er die Dummen überzeugen.

Da Zwangsarbeit in Deutschland verboten ist, haben sie sich wirklich mühe gegeben, diesen Begriff geschickt zu umschreiben: Der Staatssekretär sagte, mit dem Konzept sei “keine Arbeitspflicht” verbunden, wohl aber eine “Pflicht zur Mitwirkung”.

Bin mal gespannt, ab wann sie die Kinderarbeit wieder einführen wollen!

Quelle

Spiegel Online - Bürgerarbeit: Glos will Hartz IV nur noch bei Gegenleistung zahlen

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Mark Seibert: Was soll der Scheiß?

Geschrieben am Dienstag, 13. Mai 2008 um 23:32

Niedlich: Erst noch hat die SPD richtig die Zähne gefletscht und erweckte den Eindruck, sie wolle auf Biegen und Brechen den zwischen Innenminister Schäuble und Justizministerin Zypries ausgehandelten Kompromiss um die Online-Durchsuchung durchzocken. Doch heute meldet ddp, dass der Votzsitzende des Innenausschusses, Sebastian “Was soll der Scheiß” Edathy (SPD) ein “BKA-Gesetz mit Augenmaß” fordert. Der vorliegende Entwurf sei keine angemessene Umsetzung des Verfassungsgerichtsurteils und könne so nicht den Bundestag passieren.

Jetzt frage ich mich, was denn eine angemessene Lösugn sein kann. Vielleicht die Verbannung des Gesetzes in den Orkus? Und die beiden Minister, die das zu verantworten haben, gleich hinterher? Und wird der innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Dieter Wiefelspütz, sich für seine Äußerung entschuldigen, dass das BKA-Gesetz die Vorgaben aus Karlsruhe millimetergenau abbilde?

Nein. Habt Ihr aber auch sicher nicht erwartet. Ich auch nicht. Für seine Kritik am BKA-Gesetz benutzt Edathy nicht das Schwert, sondern einen Löffel. Statt zweier BKA-Beamte sollen lieber ein Vertreter des Bundesdatenschutzbeauftragten oder ein Richter das bei der Online-Durchsuchung gewonnene Material darauf hin sichten, ob es Inhalte umfasst, die dem absolut geschützten Kernbereich des Privaten zuzuordnen sind. […]

Halten wir fest: Die SPD will voll krass Bürgerrechtspartei werden. Deshalb findet sie es dufte, wenn

  • Intimste Daten mittels Online-Durchsuchung erhoben werden, aber die Daten vorher gesichtet werden,
  • Wohnungen videoüberwacht werden, wenn sich dort Verdächtige aufhalten (müssen eventuell bei dieser Aktion anfallende Amateur-Pornos auch vom BKA-Hausmeister gesichtet werden?),
  • Irgendwas an der Rasterfahndung geändert wird,
  • und sonst alles bleibt, wie es im Entwurf ist (Wanzen, Peilsender, Umbau des BKA zu einem deutschen FBI, Großer Lauschangriff, usw).

Jetzt stelle ich mal - um mit Sebastian Edathys Worten zu sprechen - die Frage: Was soll der Scheiß?

(Quelle: MARK SEIBERT:LOGBUCH)

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Microsofts Geschäfte laufen wohl nicht so toll

Geschrieben am Dienstag, 13. Mai 2008 um 23:19

und deshalb gehen die Redmonder jetzt gegen Gebrauchtsoftware-Händler wie Usedsoft vor:

Gegen den Lizenzhändler HHS Usedsoft GmbH hat der Softwarekonzern aus Redmond beim Landgericht München I eine Einstweilige Verfügung erwirkt. Nach Einschätzung von Microsoft hatte der Händler im Zusammenhang mit dem Vertrieb von Gebraucht-Software “irreführende Behauptungen” aufgestellt, die nahelegen sollten, “dass der Handel mit gebrauchter Software ohne Wenn und Aber rechtlich abgesichert sei”.

Irreführend ist hier vor allem das Vorgehen von Microsoft! Software ist nichts weiter als ein Produkt und wenn man es nicht mehr haben oder einsetzen will - und das wollen immer mehr - kann man dieses Produkt natürlich verkaufen. Vorausgesetzt, der Verkäufer behält keine Kopie von dem Produkt.

Microsoft will hier offenbar auf die “EULA” pochen, die in Deutschland keine rechtliche Relevanz hat, weil sie dem Käufer beim Kauf des Produkts einfach untergeschoben wird.

Ich hoffe, der Konzern bekommt für diese Frechheit genau das, was er verdient hat!

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